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27.05.2019 13:49 Alter: 89 days

So erfolgreich können Katzenfallen sein


Snoopy

Ursel

Miezerella

Den nachfolgenden Bericht haben wir von einer lieben Tierfreundin erhalten und möchten Ihnen diesen natürlich nicht vorenthalten. Insbesondere der  Satz unter "PS" ist sehr treffend und gibt auch unsere Meinung wieder:

Liebes Tierheim-Team,

wollte mich nochmal bedanken für die Leihgabe der „Katzenfalle“.

Auf diesem Wege wollte ich meinen Erfolg mitteilen, drei kleinen Streunern endlich ein zu Hause geben zu können – sie sind angekommen.

Nachdem wir den kleinen Snoopy (1. Bild, roter Kater) fangen und kastrieren lassen konnten, wurde der Abstand zwischen Futternapf und Kater im Beisein des Menschen allmählich kleiner, bis er sich dann doch anfassen ließ. Erst ein kurzer Stupser  mit einem Finger, dann ein kurzer Strich über den Rücken usw.. Und jetzt ist er die größte Schmusebacke aller Zeiten….. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Nach der Kastration wurde er immer dünner. Als er sich allmählich anfassen ließ, haben wir ihn dann so versucht einzufangen. Ist auch nach 2 zerbrochenen Porzellanfiguren und 2 Stunden Geduldsprobe geglückt. Dann die Fahrt zum TA. Laborwerte abwarten und leider stellte sich heraus, dass er FIV + ist. Nun gut, da müssen wir (muss er) mit leben.

Miezerella (3. Foto, Schwarz-weiße Katze) ist wahrscheinlich eine zurückgebliebene Katze einer letztes Jahr verstorbenen Nachbarin, wo sich wohl keiner mehr drum gekümmert hat. Ist aber nur eine Vermutung. Sie war die erste, die letzten Winter vor unserer Tür saß und auf Futter wartete. Da lebte unsere Lucy noch. Und Miezerella hat wohl mitbekommen, dass es bei uns was zu fressen gibt. Richtig handzahm ist sie bis jetzt allerdings nicht. Sie sitzt zwar jeden Morgen vor der Tür und verlangt ihr Frühstück. Anfassen ist aber nicht erlaubt.

Ursel (2. Foto, schwarze Katze) war anfangs ein ganz scheuer Mitläufer. Sie war auch nicht jeden Tag da, und wenn, dann nur abends, wenn es schon dunkel war. Sobald sie uns sah, verschwand sie wieder. Im Laufe der Zeit hat aber auch sie mitbekommen, dass von uns keine Gefahr ausgeht. Auch sie hat dann mehr und mehr Vertrauen gefasst. Die Scheu hat sie noch nicht ganz abgelegt. Auf den Arm mag sie nicht. Aber einem um die Beine schleichen und dabei gekrault werden ist klasse. Ursel links, Snoopy rechts – einfach schön.

Alle drei sind es gewohnt, draußen zu leben. Ins Haus wollen sie nicht. Und wenn die Neugier doch mal siegt, dass Ursel oder Snoopy einen Blick riskieren, wird die Tür nach draußen nicht aus den Augen gelassen. Und sobald sie einen Menschen sehen, flitzen sie wieder raus. Dennoch finde ich es faszinierend, wie schnell drei fast „wilde“ Katzen zutrauen finden und ihr Verhalten umstellen.

Ohne die „Katzenfalle“ wären wir aber noch nicht so weit.

Danke. Liebe Grüße
Daniela L. aus H.

PS.: Es kostet nur ein bisschen Zeit, auch ein bisschen Geld und Nerven, sich um „Streuner“ zu kümmern. Aber der Lohn dafür ist groß.